Tipps gegen Datenverlust

Was kann man gegen Datenverlust tun?

Die meisten Festplatten und USB-Sticks die wiederhergestellt werden müssen, wurden durch unsachgemäßen Gebrauch zerstört. Dazu zählt der falsche Transport, Wasserschäden, das Herunterfallen, das versehentliche Löschen von Daten, Feuer- und Wasserschaden sowie technische Defekte.

Einen Datenverlust kann man nicht immer verhindern, man kann aber das Risiko mit Backups und RAID Systemen gering halten.

Doch bevor man einfach anfängt irgendwelche Backups zu machen, sollte man ein Konzept ausarbeiten. Folgende Punkte helfen euch dabei:

  • Welche Datenmenge habe ich?
  • Wie wichtig sind diese Daten auf einer Skala von 1-10?

USB-Stick als Backupdatenträger

Viele Kunden nutzen aus Bequemlichkeit USB-Sticks. Zugegeben, USB-Sticks sind klein und nehmen nicht viel Platz weg, jedoch sollte man dabei bedenken das gerade deswegen USB-Sticks verloren gehen können oder öfter mal herunterfallen. Wir haben außerdem die Erfahrung gemacht das sich das Dateisystem oft scheinbar wie von Zauberhand beschädigt. Also keine guten Vorraussetzungen für ein Backup Datenträger.

 

Festplatten als Backupdatenträger

Geeigneter sind da Festplatten mit einer ausreichenden Kapazität. 2,5" Festplatten (Notebook Festplatte) sind in der Regel etwas robuster als 3,5" (Desktop Festplatte) Festplatten. Das liegt daran das die 2,5 Festplatten dafür ausgelegt sind bewegt zu werden. Viele 2,5" Festplatten haben einen Schutz, der bei einem Sturzfunktion den Lesekopf in eine sichere Position fahren lässt. Das verhindert Beschädigungen am Schreib- Lesekopf und der einzelnen Platten.

Empfehlenswert ist also eine 2,5" Externe Festplatte. Extern deswegen, da diese dann in einem Disaster Fall leichter zu handhaben und an andere Computer anschließbar ist.

Die Festplatte sollte möglichst immer am Rechner angeschlossen bleiben und über eine Software automatische Backup's darauf laufen.

 

Software für Backup's

Es gibt viel Backup Software im Internet die alles mögliche können. Wir brauchen im Grunde eigentlich nur eine Software die Daten aus bestimmten Quellen auf das Ziellaufwerk (unsere 2,5" Externe Festplatte) kopiert und das regelmäßig nach einem Zeitplan. Hierfür eignet sich z.B. Acronis True Image gut. Es ist für den Heimanwender selbsterklärend und in max. 30min eingerichtet.

An dieser Stelle geben wirk eine Einführung in die Software. Dazu findet man im Internet viele Anleitungen zu dem Umgang mit Acronis True Image.

 

Einstellungen in der Backup-Software

Wir wählen als Quell Daten alle Daten aus, die uns wichtig sind. Fotos, Dokumente, Musik und Filme zum Beispiel. Als Ziellaufwerk wählen wir unsere neue 2,5" Festplatte aus. Als Backup Methode sollte man möglichst inkrementell auswählen, das hält später die Datenmenge auf dem Backup Laufwerk in Grenzen.
Jetzt stellen wir noch einen Zeitplan ein. Dieser richtet sich natürlich daran, wie häufig diese Daten verändert werden. Wenn sich die Daten täglich ändern, wäre es ratsam diese auch täglich zu sichern. Dies geschieht dann unbemerkt im Hintergrund während des Arbeitens oder z.B. beim Herunterfahren.

Anschließend wählen wir noch aus wie lange die Backups vorenthalten werden sollen. Dies muss jeder für sich entscheiden, als Richtwert kann man hier aber z.B. 3 Monate nehmen. Falls man z.B. nach 2 Monaten dass Daten fehlen, kann man diese immer noch aus dem Backup zurücksichern.

 

Noch mehr Backup-Schutz

Das war es im Grunde schon! Es ist die leichteste Art einigermaßen sichere Backups zu erstellen, aber auch gleichzeitig die wichtigste. Man kann seine Backups weiter absichern, indem man ein Vollbackup (auch mit Acronis True Image) des Backup-Laufwerks einmal im Monat erstellt und diesen geografisch getrennt aufbewahrt (bei Freunden, Familie). So ist man gegen Naturkatastrophen wie Hochwasser oder Erdbeben aber auch Feuer abgesichert.

Backups bedeuten immer Aufwand und Zeit, aber wenn man Backups gut vorher plant und einen guten Automatismus erstellt (Acronis True Image), kann man den Aufwand stark verringern. Der Zeitaufwand für unser Backup hier beträgt vielleicht 5min in der Woche um einmal die Woche zu prüfen ob die Backups richtig gelaufen sind. Aber im Disaster Fall stehen uns Backups der letzten 3 Monate zur Verfügung.

1 Antwort

  1. Ich wusste garnicht das 2,5 zoll Festplatten robuster sind, Wieder was gelernt!

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